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ARS-PowerConnect

 
Die effiziente und kostengünstige Implementierung von Schnittstellen ist gerade im „Zeitalter“ von Business Service Management (BSM) für eine reibungslose und effiziente Verbindung der beteiligten Systeme von größter Bedeutung. BSM-Systeme gestatten mit sogenannten Orchestratoren die Verbindung unterschiedlicher Systeme auf hohem Abstraktionsniveau mit Hilfe von Beschreibungsmitteln wie z.B. Business Process Execution Language (BPEL).
 
Hier wird ein Verfahren zur Verbindung von Remedy-ARS basierenden Systemen und insbesondere der Remedy-ITSM-Suite mit Enterprise Services Buses (ESBs) oder auch an anderen (Remedy-)-Systemen über beliebige Protokolle und Datenformate vorgestellt.
 
Dieses Verfahren wurde durch Verallgemeinerung eines dedizierten Verfahrens entwickelt, das seit mehreren Jahren in einem der größten Remedy-Industrieprojekte (mehrere tausend User) erfolgreich für die Verbindung einer ITSM-Software  mit verschiedenen (Alt-) verfahren eingesetzt wird.
 
Es bildet die Grundlagen für ein neuartiges Produkt ARS-PowerConnect, das ein ideales Komplement zur effizienten, performanten und vor allem praxistauglichen Einbettung von AR-Systemen in serviceorientierte Architekturen (SOAs) darstellt.
 
Es ist orchestrierbar und macht dadurch ein Remedy-System mit geringstem Aufwand zu einem Teilnehmer und Dienstanbieter innerhalb einer SOA.
 
Größtes Augenmerk wurde auf folgende Features gelegt:
 
-          Konfiguration: Einfache, bequeme und robuste grafische Konfiguration und Administration (click&deploy)
o        Interface Designer
Schnittstellen müssen nicht mehr programmiert werden, sondern können mit grafischen Eingabemitteln in einem „Interface Designer“ „zusammengeklickt“ werden. Die fehleranfällige Erstellung und das Debugging von field mappings in Texteditoren gehören der Vergangenheit hat. Der integrierte XML-Mapping-Editor gestattet die Erzeugung von field mappings durch Ziehen von Verbindungslinien zwischen Formularfeldern und XML-Elementen eines Beispiel-XML-Dokuments, erzeugt aus einem WSDL- (Web Service Description Language) oder einem XSD (XML Schema Description)-Doklument
o        Operations Control Center
Alle im System vorhandenen Schnittstellen können in einem Fenster durch dashboards im „Operations Control Center“ kontrolliert werden. Darin ist auf einen Blick ersichtlich, wie hoch der aktuelle Durchsatz oder  die aktuelle Fehlerrate ist. Durch Schieberegler kann die Transaktionsleistung erhöht oder erniedrigt werden, wenn die Betriebssituation es erfordert. Einzelne Schnittstellen können per Knopfdruck aktiviert oder deaktiviert werden. Durch Unterstützung der offenen Java Management Extensions (JMX) können alle relevanten Betriebsdaten einem Monitoring System wie z.B. nagios zur Verfügung gestellt werden. Ebenso ist der Betrieb des Systems vollständig über JMX-Clients wie z.B. jConsole (Std-Komponente des JAVA-JDK) steuerbar, was auch die Erstellung eigener Operations Control Clients ermöglicht.
 
-          Transaktionsleistung: Maximale aber kontrollierbare Transaktionsleistung (Intelligent Load Control)
o        multisession-SQL-read
Der lesende Zugriff auf Anwendungsdaten erfolgt durch „multisession-read“ direkt aus der AR-System-Datenbank. Die  Anzahl Sessions wird automatisch durch „Intelligent Load Control“ (s.u.) gesteuert wird. Das Lesen direkt aus der Remedy-Datenbank ist i.A. wesentlich performanter als das Lesen über die ARS-API und gestattet auch Lesezugriff, wenn der AR-Server down ist.
o        multisession-API-write
Der Schreibzugriff auf Remedy-Daten erfolgt im Normalfall über die Remedy-API, damit sichergestellt ist, dass der Filterworkflow, der ggf. die Erhaltung der logischen Konsistenz sicherstellt auch tatsächlich abgearbeitet wird. . Auch hier können maximale Transaktionsleistungen durch Parallelisierung der API-Zugriffe per Intelligent Load Control erzielt werden.
o        Skalierbarkeit
Durch die Implementierung in J2EE-Technologie, kann das System durch Vervielfachung und Steuerung über handelsübliche Load-Balancer beliebig skaliert werden
 
-          Konnektoren: Standard- und Custom-Konnektoren
Die Integration in den Remedy-Anwendungsworkflow ist durch Unterstützung der wichtigsten Remedy-Schnittstellen (Filter-API, Vendor-Form, Atrium CMDB-API, Remedy ARS-API, Web-Services) gegeben. Im einfachsten Fall braucht lediglich ein Filter realisiert werden, der das mitgelieferte Filter-Plugin anspricht und so eine Schnittstellentransaktion auslösen kann. Die Verbindung zur „Außenwelt“ (via Web-Services, http, https, smtp, jdbc) z.B. via ESB kann z.B. über http/https-Konnektoren, oder auch durch Schreiben in dessen Datenbank über jdbc hergestellt werden. Wenn eine Verbindung zu einem System erforderlich wird, für das kein Standard-Konnektor verfügbar ist, können auch kundenspezifische custom-Konnektoren durch Implementierung eines offenen Interfaces erstellt werden, die jederzeit dynamisch nachgeladen werden können.
 
Anwendungsbeispiele
 
1. Replikation von Configuration Items (CIs) eines Mastersystems in einem Slavesystems
 
 
Ein häufig benötigter scheinbar einfacher Anwendungsfall ist die Replikation von Daten wie z.B. CIs aus einem führenden Master- Quellsystem in ein Slave-Zielsystem.
 
Zur Realisierung einer derartigen Schnittstelle mit ARS-PowerConnect wird für jedes zu replizierendes Formular ein Filter benötigt, der auf Modify, Submit und evtl. Merge den Übertragungsbefehl an den ARS-PowerConnect-Server schickt. Diese Filter können bequem mit dem Interface Designer erzeugt werden, ohne ein Administrator-Tool benützen zu müssen.
 
Folgender Ablauf veranschaulicht den groben Ablauf eine outbound Transaktion:
 
  1. Für jeden Datensatz, der sich in einem der Quellformulare ändert, wird über das http-Filter-Plugin der Übertragungswunsch an den ARS-PowerConnect-Server übermittelt.
  2. Dieser nimmt den Auftrag am  http-Reader-Konnektor entgegen
  3. und sortiert ihn in die jeweilige Job-Queue ein.
  4. Die „Interface Engine“ liest den Auftrag zur gegebenen Zeit aus
  5. und erzeugt entsprechend der Definition des Interfaces einen oder mehrere createEntry oder setEntry-Aufrufe über den API-Writer im Zielsystem.
  6. Die Quittung des Zielsystems kann je nach Definition im jeweiligen Datensatz des Quellsystems über den API-Writer des Quellsystems vermerkt
  7. oder im synchronen Fall direkt im erzeugten „Sende-„Filter ausgewertet werden.
 


2. Einbettung eines Remedy-Systems eine SOA via ESB
 
 
Die meistgenutzte Anwendung von ARS-PowerConnect ist die Einbettung in eine SOA über einen ESB. Da SOAP das am häufigsten verwendete Transportmittel in SOAs sein dürfte, wurde besonders viel Augenmerk auf die komfortable Definierbarkeit von Web-Service-Schnittstellen gelegt, insbesondere auf die Definition der XML-field-Mappings, so dass auch Nicht-Software-Entwickler in der Lage sind, Schnittstellen mit ARS-PowerConnect zu implementieren.
 
 
3. Minibus
 
 
Manchmal erlaubt die Projektgröße die Anschaffung eines teueren ESBs (wie z.B. tibco) nicht oder die Implementierung mit einem quelloffenen ESB wie z.B. openESB ist zu aufwändig. Gerade für diesen Fall ist ARS-PowerConnect ideal um Systeme schnell und mit wenig Aufwand miteinander zu verbinden, wenn die Mächtigkeit einer BPEL nicht erforderlich ist. Nichtsdestotrotz können mit der regelbasierenden Interface-Engine, die das Kernstück von ARS-PowerConnect bildet, einfachere Services orchestriert werden.

 

 
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